Wer sind die Baptisten?

Falls Sie Interesse haben, möchten wir Ihnen gerne etwas zum Hintergrund unserer Gemeinde sowie zu unseren Überzeugungen mitteilen, die wir im partnerschaftlichen Miteinander der Kirchen und Gemeinschaften in unserer Stadt leben.

 

Zur Geschichte

Der Name "Baptisten" (d.h. Täufer) verweist auf den kirchengeschichtlichen Ursprung dieser Freikirche. Neben den beiden großen Strömen der Reformation, die mit den Namen Luthers und Zwinglis verbunden sind, entwickelte sich der so genannte "dritte Flügel" der Reformation, das Täufertum.

 

 

 

Aufgrund einer intensiven Beschäftigung mit der Bibel kamen die Täufer zu der Erkenntnis, dass die Taufe vom Neuen Testament her nur an gläubig gewordenen Menschen aufgrund einer persönlicher Entscheidung vollzogen werden dürfe.

 

Die zunächst mächtigen Täuferbewegungen wurden von kirchlichen und weltlichen Obrigkeiten schonungslos verfolgt, so dass sie in Europa fast völlig ausgerottet wurden. Ausgehend von der puritanischen Reformation in England ("Pilgrim Fathers") entstanden im 17. Jahrhundert, vor allen in den USA, viele Baptistengemeinden. Diejenigen, die zuvor um ihres Glaubens willen verfolgt wurden, gründeten dort Gemeinden, die sich zur Freiwilligkeit der Mitgliedschaft, zur Trennung von Staat und Kirche sowie zur Gläubigentaufe bekannten. Sie setzen sich mit Nachdruck für die Glaubens- und Gewissensfreiheit für jedermann ein - eine Forderung, die aufgrund ihres Einflusses als Grundrecht in die Verfassung der Vereinigten Staaten aufgenommen wurde. Erst im 19. Jahrhundert kam es im Zuge der Erweckungsbewegung zur Gründung der ersten Baptistengemeinde in Deutschland (1834 in Hamburg). Der "Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland" entstand 1941 aus dem Zusammenschluss der Baptistengemeinden mit dem Bund Freikirchlicher Christen (Brüdergemeinden).