Baptisten München Gottesdienst Sonntags 10:00 Uhr
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Eine Baptistengemeinde in München

Wir sind eine christliche Gemeinde im Herzen der Stadt München mit etwa 570 Mitgliedern, die im Großraum der Landeshauptstadt leben. Unsere Gemeinde wurde vor 100 Jahren gegründet und verfügt seit dem letzten großen Umbau 1991 über ein großzügiges und schönes Gemeindezentrum im so genannten „Glockenbachviertel“, einem sehr beliebten Wohnviertel. Es ist mitten in der Innenstadt in der Nähe des Sendlinger Tors gelegen. (Lageplan)

In der Kreuzkirche in Puchheim, am westlichen Stadtrand von München, unterstützen wir auch noch eine Baptistengemeinde mit ca. 80 Mitgliedern.

Eine seit langem selbstständige, ehemalige Zweiggemeinde gibt es in München-Neuperlach , ganz in der Nähe des PEP-Einkaufszentrums.

Die meisten Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Deutschland haben sich vor etwa 170 Jahren zusammengeschlossen. Unser landesweiter „Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden“ (BEFG) ist eine vom Staat unabhängige „Freikirche“ und zugleich eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Innerhalb Bayerns bilden alle Gemeinden einen „Landesverband“.

Unser Verhältnis zu den anderen Kirchen gestalten wir positiv: In der „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bayern“ sind wir fest verankert. Zudem arbeiten wir aktiv in der Evangelischen Allianz München mit.

Wichtig ist uns das Miteinander von Völkern und Kulturen. So stoßen Sie bei uns auch auf eine Spanisch sprechende lateinamerikanische Gemeinde  sowie die „International Baptist Church“ (englisch/französisch)
 und die „Bethania-Gemeinde“, die ihre Gottesdienste auf Kroatisch feiert.

Durch die ganze Woche zieht sich ein buntes Programm an Gottesdiensten, Bibelstunden, Kleingruppenarbeit und Hauskreisen. Sie können einen Blick auf einige dieser Gruppen werfen, indem Sie im linken Fenster auf „Gruppen“ klicken. Sehen Sie sich in aller Ruhe ein wenig bei uns um.

Blick in die Holzstraße. Das Gemeindezentrum

befindet sich auf der linken Seite in Bildmitte im Innenhof .


Wer sind die Baptisten?

 Falls Sie Interesse haben, möchten wir Ihnen gerne etwas zum Hintergrund unserer Gemeinde sowie zu unseren Überzeugungen mitteilen, die wir im partnerschaftlichen Miteinander der Kirchen und Gemeinschaften in unserer Stadt leben.

 

Zur Geschichte

Der Name "Baptisten" (d.h. Täufer) verweist auf den kirchengeschichtlichen Ursprung dieser Freikirche. Neben den beiden großen Strömen der Reformation, die mit den Namen Luthers und Zwinglis verbunden sind, entwickelte sich der so genannte "dritte Flügel" der Reformation, das Täufertum.

Aufgrund einer intensiven Beschäftigung mit der Bibel kamen die Täufer zu der Erkenntnis, dass die Taufe vom Neuen Testament her nur an gläubig gewordenen Menschen aufgrund einer persönlicher Entscheidung vollzogen werden dürfe.

Die zunächst mächtigen Täuferbewegungen wurden von kirchlichen und weltlichen Obrigkeiten schonungslos verfolgt, so dass sie in Europa fast völlig ausgerottet wurden. Ausgehend von der puritanischen Reformation in England ("Pilgrim Fathers") entstanden im 17. Jahrhundert, vor allen in den USA, viele Baptistengemeinden. Diejenigen, die zuvor um ihres Glaubens willen verfolgt wurden, gründeten dort Gemeinden, die sich zur Freiwilligkeit der Mitgliedschaft, zur Trennung von Staat und Kirche sowie zur Gläubigentaufe bekannten. Sie setzen sich mit Nachdruck für die Glaubens- und Gewissensfreiheit für jedermann ein - eine Forderung, die aufgrund ihres Einflusses als Grundrecht in die Verfassung der Vereinigten Staaten aufgenommen wurde. Erst im 19. Jahrhundert kam es im Zuge der Erweckungs-bewegung zur Gründung der ersten Baptistengemeinde in Deutschland (1834 in Hamburg). Der "Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland" entstand 1941 aus dem Zusammenschluss der Baptistengemeinden mit dem Bund Freikirchlicher Christen (Brüdergemeinden).


Was ist eine

"Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde"?

 

"Evangelisch"

Baptisten anerkennen die theologischen Prinzipien der Reformation. Sie haben keine verbindlichen Dogmen bzw. Bekenntnisschriften, denn sie bekennen sich zur Bibel als alleiniger Richtschnur und Autorität für Leben und kirchliche Praxis. Das "Priestertum aller Gläubigen", d.h. die geistliche Gleichberechtigung aller Mitglieder, prägt das Gemeindeleben und die überörtlichen Strukturen. Deshalb gibt es kein herausgehobenes kirchliches Amt, vielmehr werden geeignete Männer und Frauen durch die Gemeinde berufen, um nach einer theologischen Ausbildung als Pastorinnen und Pastoren zeitlich anspruchsvolle Dienste wie Verkündigung, Lehre, Seelsorge, Diakonie und Leitung wahrzunehmen. Grundsätzlich können jedoch alle Mitglieder, wenn sie über entsprechende Fähigkeiten verfügen, Gottesdienste gestalten, predigen, das Abendmahl leiten und auch taufen. In den meisten Gemeinden werden diese Aufgaben jedoch von ordinierten und dafür ausgebildeten Pastorinnen oder Pastoren versehen.

 "Freikirchlich"

Die Glaubensentscheidung und die Mitgliedschaft beruhen auf einem freien Entschluss und der persönlichen Entscheidung jedes Einzelnen. Baptisten treten für die Trennung von Kirche und Staat ein und verzichten deshalb freiwillig auf die Erhebung von Kirchensteuern.

"Gemeinde"

Jede Gemeinde ist in allen Fragen selbständig und insofern autonom. Das betrifft die gesamte Gestaltung der Gemeindearbeit, von der freien Wahl der Pastoren bis hin zu Fragen des Gottesdienstes, der theologischen Überzeugungen, der Finanzen und der eigenen Ordnung. Oberstes Entscheidungsgremium ist die Versammlung aller Mitglieder.

Die Gemeinde verwaltet sich daher als eine "Konsensdemokratie". Den Gemeindehaushalt bestreiten die Mitglieder allein durch freiwillige Beiträge und Spenden. Die Taufe wird nur an Menschen vollzogen, die sich aufgrund ihres persönlichen Glaubens die Taufe begehren und sich für eine verbindliche Mitgliedschaft entschieden haben. Sie geschieht dem neutestamentlichen Vorbild entsprechend durch vollständiges Untertauchen des Täuflings im Wasser. Zur Feier des Abendmahls sind auch Mitglieder anderer Kirchen herzlich eingeladen, sofern sie sich zu Jesus Christus bekennen.


Strukturen unserer Freikirche

In Deutschland sind die Gemeinden zum "Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden" (K.d.ö.R.) zusammengeschlossen, der sich in "Vereinigungen" (Landesverbänden) verzweigt. Bund und Vereinigungen/Landesverbände nehmen Aufgaben wahr, die die Gemeinden in ihrer Gesamtheit betreffen, so z.B. die Ausbildung der Pastorinnen und Pastoren, die Fortbildung für Verantwortliche in Jugend- und Gemeindearbeit, die Organisation und Unterstützung von missionarischen Aktivitäten, weltweite diakonisch-missionarische Hilfsprojekte etc. Einmal jährlich findet die "Bundesratstagung" sowie die "Ratstagung der Vereinigung (Bayern)" statt. An diesen Synoden sind jeweils Vertreter/innen aus allen Gemeinden beteiligt, die auch deren Leitung wählen. Zum BEFG gehören verschiedene Diakoniewerke mit Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Sozialwerke, Ausbildungsstätten sowie ein Verlag. Der deutsche Gemeindebund gehört zur Europäisch Baptistischen Föderation (EBF) und auf Weltebene zum Baptistischen Weltbund (BWA).

Auf Länderebene bilden die Gemeinden überregionale Zusammenschlüsse ("Landesverbände") . Der Landesverband Bayern fördert den geistlichen Zusammenhalt seiner Gemeinden und unterstützt vor allem kleinere Gemeinden. Er fördert die Kinder- und Jugendarbeit durch ein eigenes Gemeindejugendwerk. Weitere Aufgabenbereiche sind die ökumenischen Beziehungen, Bildungsarbeit, Gemeindeberatung, Frauen- und Senioren- arbeit, Europahilfe Ost sowie missionarische und sozialdiakonische Projekte.


Statistik

 

Heute gibt es weltweit ca. 47 Millionen Baptisten. In dieser Zahl sind nur die gläubig getauften Mitglieder enthalten. Mit Kindern, Familienangehörigen und Freundeskreis erreichen die Baptisten rund 100 Millionen Menschen. In Deutschland beträgt die Mitgliederzahl ca. 87.000. Den Landesverband Bayern bilden über 50 Ortsgemeinden mit ca. 5300 getauften Mitgliedern.

»Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben«

»Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben«

Jesus Christus

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