1Dann wandte sich Jesus seinen Jüngern zu, den Männern und Frauen, und erzählte ihnen folgende Geschichte: »Ein reicher Mann hatte einen Verwalter, der ihn betrog. Als sein Herr davon erfuhr, 2ließ er ihn rufen und stellte ihn zur Rede: ‘Was muss ich von dir hören? Leg die Abrechnung vor, du kannst nicht länger mein Verwalter sein!’ 3Da sagte sich der Mann: ‘Was soll ich machen, wenn mein Herr mir die Stelle wegnimmt? Für schwere Arbeiten bin ich zu schwach, und zu betteln schäme ich mich. 4Ich weiß, was ich tun werde: Ich muss mir Freunde verschaffen, die mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich hier entlassen werde.’ 5So rief er nacheinander alle zu sich, die bei seinem Herrn Schulden hatten. Er fragte den Ersten: ‘Wie viel schuldest du meinem Herrn?’ 6‘Hundert Fässer Olivenöl’, war die Antwort. ‘Hier ist dein Schuldschein’, sagte der Verwalter; ‘setz dich hin und schreib fünfzig!’ 7Einen anderen fragte er: ‘Wie steht es bei dir, wie viel Schulden hast du?’ ‘Hundert Sack Weizen’, war die Antwort. ‘Hier ist dein Schuldschein, schreib achtzig!’« 8Jesus, der Herr, lobte den betrügerischen Verwalter wegen seines klugen Vorgehens. Denn in der Tat: Die Menschen dieser Welt sind, wenn es ums Überleben geht, viel klüger als die Menschen des Lichtes. 9»Ich sage euch«, forderte Jesus seine Jünger auf, »nutzt das leidige Geld dazu, durch Wohltaten Freunde zu gewinnen. Wenn es mit euch und eurem Geld zu Ende geht, werden sie euch in der neuen Welt Gottes in ihre Wohnungen aufnehmen.«
13.11.2011 16:00
Predigt von Pastor Dr. Emanuel Wieser (Luk.16,1-9)
Das Gleichnis vom schlauen Verwalter
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